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Natur- und Heimatfreunde Maxsain/Zürbach e. V.






Gemeinsam gegen Giftpflanze und für Biodiversität

Sonntag, 2022-07-10 20:00, Eintrag von HeiMax
Kategorien: Veranstaltung



Wir freuen uns über immer mehr extensiv bewirtschaftete Wegränder in denen es nun summt und brummt. Durch die selteneren Schnitte auf Wiesen und Grünstreifen entlang von Feldweg- und Straßenrändern der Gemarkung können eine Vielzahl an Kräutern sich wieder ausbreiten, die zuvor Probleme hatten, da sie bereits vor dem Aussamen wieder abgeschnitten wurden. Leider sind dies auch perfekte Bedingungen für das Jakobskreuzkraut. Eine Giftplanze, deren Gift sich in Tieren anreichert und insbesondere die Leber angreift. Es kann sogar zum Tode führen, wenn der Anteil im Futter zu groß ist. Es macht daher besonders im Futter von Rindern und Pferden Probleme.

Bei einem Treffen der Natur- und Heimatfreunde Maxsain/Zürbach kam die Problematik auf und kurzerhand haben sich Menschen gefunden, die die extensive Bewirtschaftung unterstützen wollen und das Jakobskreuzkraut etwas zurückdrängen möchten. So taten sich Betroffene wie Pferdebesitzer*innen und Landwirt*innen zusammen. Aber auch Mitbürger*innen, die nicht direkt betroffen sind. Sie möchten aktiv etwas für die Artenvielfalt tun, denn Arbeitskraft und Zeit ist in der Landwirtschaft knapp. Sollte das Kreuzkraut sich noch weiter verbreiten, können sie es nicht mehr selbst schaffen, es auszureißen und es bleibt nur die Möglichkeit, wieder öfter zu mähen und zu mulchen. Das wäre wiederum schlecht für alle anderen Arten. Man müsste sehr früh mähen, denn wenn das Kraut einmal blüht, kann es sich aussamen. So bringt ein Mulchen oder Mähen während der Blüte nichts mehr.

Also packen alle mit an und befreien die Gemarkung von dem Kraut. Wenn es blüht, lassen sich die Pflanzen bereits von weitem erkennen. Sie werden dann mit Wurzeln ausgerissenen und entsorgt. Da sie nicht nur für Tiere sondern auch für Menschen giftig sind, müssen beim Ausreißen Handschuhe verwendet werden.

Der Unterschied wird schnell sichtbar. Straßenränder, Wegränder und Wiesen stehen nicht mehr voll. Natürlich werden nicht alle Pflanzen erwischt, daher bleibt es eine Aufgabe die in den kommenden Jahren wiederholt werden muss. Wie schnell eine Problematik gemeinsam im Rahmen gehalten werden kann ist so schön zu sehen. Da es einige Hände waren, konnten wir in 2 Stunden den Großteil beseitigen. Jeder kann mithelfen, naturnahe Bewirtschaftung auf Gemeindeflächen und in der Landwirtschaft zu ermöglichen.